
Auch ich möchte noch den Vorschlag von Fabian Hickl aufgreifen und poste hier nun noch mal alle Links zu den Live-Bloggern der Chance Web 2.0
Für mich ist die Chance Web 2.0 vorbei. Die Workshops heute Nachmittag klingen teilweise zwar noch sehr viel versprechend, allerdings zieht es mich zum Apple-Special rüber.
Zeit für einen Blick zurück:
Für mich war die Konferenz sehr Interessant. Gerade weil ich mich im letzen Semester sehr viel mit dem Thema Web 2.0 beschäftigt habe und seitdem auch stark verfolge, bin ich absolut begeistert von den meisten Vorträgen. Sicherlich stellen die heute gesammelten Erkenntnissen eine gute Basis für mein nächstes Seminar – wieder zum Thema Web 2.0 – dar.

Unglaublich viele Schlder vor den NH-Hotel in dem die Konferenz Chance Web 2.0 stattgefunden hat.
Der Nachmittag wird sicherlich ausführlich von den weiteren Live-Blogger zusammengefasst.
eReputation (Empfehlungsmanagement) war das Thema des Vortrages von Marco Ripanti (iKarma). Reputation bei eBay oder Amazon etc. kennen wir schon lange. Doch wie sieht es aus mit der Bewertungen von Personen?
iKarma wird zum ultimativen „Tatoo 2.0“. Gesammelt werden neben persönlichen Daten auch beispielshalber die Bewertungen von Ex-Arbeitgebern. Zusätzlich bietet die Plattform die Möglichkeit seine Profile von Ebay, Flickr, openBC etc. als Link mit aufzunehmen.
Bestimmt ein Interessanter Service den ich in meinem künftigen Seminar noch näher beleuchten werde.
Seminarbeschreibung: Privacy 2.0 von Prof. Gasteier (FH-Aachen)
In Zeiten, wo für viele junge Menschen Weblogs und Social Networks (myspace, facebook, studiVZ etc.) zu “Bühnen des Identitätsmanagements” werden, wird die Frage zunehmend drängend, wie es in der “digitalen Öffentlichkeit” um die Zukunft der Privatsphäre bestellt ist – ist uns ihr wachsendes Verschwinden bewusst oder wird dies gar für die neuen Kommunikationsmöglichkeiten in Kauf genommen? Ist die “myspace”-Seite das digitale Äquivalent zum peinlich gewordenen Tattoo, das man später nicht mehr los wird (auch Arbeitgeber googeln … )?
Wie gehen wir im Zeitalter von staatlich sanktionierter Datenschnüffelei, Anti-Terrordateien, TK-Vorratsdatenspeicherung, Tauschbörsen-Raids und Kryptografiebeschränkungen mit der Bewahrung unseres Grundrechts auf Privatsphäre und Datenschutz um? Welche Grundkenntnisse sind dabei unerlässlich, welche strukturellen und technischen Konzepte eignen sich und wie können sich Gestalter in dieser Debatte kreativ einbringen? Wie gestalten wir die “Privatsphäre 2.0″?
„Mundpropaganda im Web.0. Warum sind Marken heute auf den Umgang mit viraler Kommunikation angewiesen“ lautet der Titel des ersten Vortrages von Martin Oettingnach der Mittagspause.
Seine Behauptung Web 2.0 kann ohne „Viral Marketing“ nicht funktionieren.
Die 10 Irrtümer des Viral Marketings:
- Viral Marketing ist nicht Guerilla Marketing
- Viral Marketing ist “miese verdeckte Beeinflussung”
- Viral Marketing ist (so effektiv wie) Mundpropaganda
- Viral Marketing verbreitet sich immer exponentiell
- Viral Marketing sind lustige Werbefilme und “Send-to-a-friend”-Buttons
- Viral Marketing geht nur online
- Viral Marketing kann man einfach buchen
- Viral Marketing ist brandneu und hyperaktuell
- Viral Marketing ist “Nais-to-Have” und “Add-On”
- Ich kann meine digitale Mundpropaganda mit Viral Marketing kontrollieren
Für mich war dieser Vortrag der bisher Beste. Gerade als Add-On zu meinem kürzlich gelesenen Buch
Social Bookmarking in Deutschland
Im Vortrag im ersten Blog der Chance Web 2. von Christian Clawien (
„ >construktiv) nahm den Social Bookmarking Service MrWong genauer unter die Lupe.
Eines der größten Vorteile soll sein, dass Seiten eher bei Social Bookmarking Services im Index landen als bei Google. Vor allem Seiten, dich nicht für Suchmaschinen optimiert sind, können so wesentlich übersichtlicher besser indexiert werden.
Leider ein für mich recht uninteressanter Vortrag. Dies liegt aber sicher daran, dass ich Social Bookmarking selbst sehr stark nutze. Allerdings muss ich jedoch sagen, dass der Vortag doch eher einer Werbeveranstaltung für Mr.Wong glich.
Die Bedeutung von Web 2.0-Anwendungen im Kontext des Networkings
Der Vortrag von Alexander Hopstein von Adobe behandelte die Thematik des Begriffes: Web.2.0
Er beantwortete die “Henne oder Ei” Frage damit, dass erst die Technologie exisiterte und dann erst der Begriff “Web 2.0″ darum gestrickt wurde.
Insgesmat, leider kein sehr erkenntnisreicher Vortrag.

Die Bedeutung von Web 2.0 Anwendungen im Kontext des Networkings
Der Vortrag von Sarik Weber (openBC/XING) verdeutlichte die Notwendigkeit von „social networking“. In den USA werden mittlerweile über 70% der Jobs über „social networking“ vergeben. Drei Faktoren sind bei der eigenen Aktivität in „social networks“ zu beachten..
Der Begriff „digitale Identität“ wird in Zukunft eine bedeutende Rolle einnehmen. Von vielen Personen muss dieses Profil jedoch erst gestaltet werden. Hierbei wird „social networking“ fast zum muss. Ein weiterer Faktor ist die Glaubwürdigkeit. Gewöhnliche Menschen haben ca. 150 Kontakte erfolgreiche Business Leute ca. 1500 Kontakte. Zur Administration bedarf es eines Tools wie openBC (XING) um die Glaubwürdigkeit seiner Person immer wieder zu kommunizieren. Der dritte Faktor ist natürlich die eigene Sichtbarkeit.
Der einleitende Vortrag von Prof. Dr Ansgar Zerfaß hat nach der vorherigen Begrüßung durch Wolfgang Zehrt (Vorstand directnews AG) die heutige Vortragsreihe eröffnet.
Als „warm up“ wurde der Film „Snakes on a Plane“ herangezogen, bei dem Fans über das Internet, Vorschläge für die Story machen konnten. Das ging so weit, dass die Anwender Dialoge oder gar einzelne Wörter vorgeben konnten, die die Produktionsfirma dann tatsächlich in einer zweiten Produktionsreihe eingebunden hat. Ein Interessanter Trend, der jedoch teils fehlgeschlagen ist. Von ca. 100 Besuchern der Chance Web 2.0 hatten fast alle von dem Film gehört – jedoch nur einer den Film gesehen.
Das Publikum wird aktiv, aktiviert durch die geballte Medienmacht, und bezahl von PR-Agenturen
Warum „user generated content“ immer wichtiger wird, aber vor allem Zuspruch bei den Anwender finden, beantwortet Prof. Dr. Zerfaß damit, dass das Publikum nicht von sich aus aktiv geworden ist, sondern, dass Unternehmen durch neue Geschäftsmodelle, wie beispielsweise Urlaubs/Hotelbewertungen von L’Tur, Anreize geschaffen haben. Es geht heute also nicht mehr darum die Massen in den Spitzen zu errechen, sondern auch die kleinen Konsumentengruppen – die Nischen – die in der Masse viel bedeutender sind, anzusprechen.
Strategien zum Umgang mit dem Web 2.0:
Weiter ging es mit Chancen die sich durch diese Veränderung für Unternehmen ergeben. Nach einer Studie von EuroBlog 2006 scheitert der Einsatz von Unternehmen Weblogs zu ca. 45% an einer mangelnden Strategie. Die Strategy-Exposure-Matrix als Entscheidungsraster soll Unternehmen bei der Entscheidung für Strategien helfen.
Corporate Blogs und Podcasts
Diese übersichtliche Grafik zeigt diverse Einsatzarten von Blogs für Unternehmen
