Jakob Nielsen: Participation Inequality
Jakob Nielsen hat vor einigen Tagen kritisch über die Ungleichheit im Internet nachgedacht und beschreibt anschaulich die 90-9-1-Kurve.
Er fasst zusammen, was eigentlich schon immer klar war: Die Partizipation im “Web 2.0″ gibt es eigentlich nicht, zumindest für einen großen Anteil der Nutzer von Social Software.
Neunzig Prozent aller Surfer sind Lurker, so Nielsen, lediglich neun Prozent beteiligten sich von Zeit zu Zeit, ein weiteres Prozent bilde die Gruppe der Heavy-User. Bestes Beispiel für diese These sind Seiten wie Wikipedia, Qype, Youtube oder die Readers Edition, die für Nutzer sehr attraktiv sind, ohne dass diese auch selbst partizipieren. Nielsen zieht für die These auch die vielen Blogger heran, die nur sehr selten bloggen (bei geschätzten 55 Millionen Bloggern gibt es nur etwa 1,6 Millonen Posts pro Tag).
Allerdings schreibt Nielsen auch, dass im Internet etwas veränderte Spielregeln gelten. Schon das Surfen auf einer Website kann ein Teil von Partizipation sein (”Nutzer, die dieses Buch gekauft haben, haben auch dieses Buch gekauft”).
Erfolgreiche Seiten werden deshalb überwiegend nicht diejenigen sein, auf denen reiner Konsum möglich ist, sondern diejenigen, die den Surfer zur Partizipation zwingen.
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(via BlogAge)